Stammtischcup 2007 - 2. Runde

Mitgespielt haben: Flo, Kurac (1 Tor), Prauni, Hirschi, Hudson (1), Hari, Wolsch (1), Habsch (1), Dunki (1), Triebi (1), Kundi, Sumo (3), Hiasl, Ös, Clemens, Bertl, Oli, Aushilfsspieler Mario Lang

Da wir es also mit einer Prise Glück doch in die Zwischenrunde des Raiffeisen Stammtischcups geschafft hatten, durften wir am 9.6.2007 nach St. Margarethen reisen und um den Einzug ins Finale dieser prestigeträchtigen Veranstaltung kämpfen. Auf dem Papier war unser Kader zwar etwas geschwächt, da die beiden Stützen Mani und Bernd leider keine Zeit hatten, jedoch besorgte der alte Fuchs Hiasi sofort mit Prauni, Wolsch und Mario 3 spielstarke Ersatzkräfte, die an diesem Tag tolle Leistungen abliefern sollten.

Das nächste Problem sollte die tags zuvor angesetzte „HTL-Maschinenbauer Hüttengaudi“ darstellen. Hari und Hirschi waren noch schwer gezeichnet von der Feier und hatten sichtbar mit der prallen Sonne und der unglaublichen Hitze zu kämpfen.

Das erste Spiel war um 10.40 Uhr angesetzt und mit den Vorjahressiegern Wellnesscenter Cafe Pizzeria Maico hatten wir einen annehmbaren Sparingspartner auf dem Weg ins Finale gefunden. Sumos Menschenkenntnis zeigte sich bereits vor dem Spiel als er trocken analysierte: „De kennan gor nix, de ham ja alle nur so deppate Frisuren!“ Bereits nach ein paar Minuten Spieldauer zog unser Flügelflitzer Wolsch an der gesamten Abwehr vorbei und bediente mit einen tollen Stanglpass unseren Bomber Sumo, welcher mit seinem linken „Holzfuß“ gleich auf 1:0 für unsere Mannschaft stellte. Das sollte den Anfang eines historischen Tages für Patizan darstellen. Einige Minuten später dribbelte sich Wolfi, der von der Verteidigung nicht annähernd unter Kontrolle gebracht werden konnte, erneut auf der linken Seite durch und schloss aus spitzem Winkel selbst zum 2:0 ab. Nach dieser kalten Dusche gleich zu Beginn des Spiels erfing sich Pizzeria Maico und spielte bis zur Pause munter mit, Chancen blieben aber Mangelware. Die zweite Halbzeit begann gleich mit einer großen Möglichkeit auf 3:0 zu stellen und damit „den Sack zuzumachen“, aber Triebi schoß den Ball aus 5m übers Tor. Spielertrainer Stecher wechselte danach fast die komplette Mannschaft aus und gab somit jedem die Möglichkeit diesen Sieg auszukosten. Böse Zungen behaupteten aber auch, dass kein durchschnittlicher Patizane 40 Minuten ohne Zusammenbruch des Herz/Kreislauf-Systems spielen kann. Wie dem auch sei, mit einer tollen Leistung wurde ein sicherer 2:0 Sieg nach Hause gefahren und die Vorjahressieger aus Markt Hartmannsdorf waren wohl etwas überrascht, wie sie hier teilweise vorgeführt wurden.

High Noon, 12 Uhr mittags bei 33 Grad im Edi Glieder Stadion in St. Margarethen. Der zweite Gegner hieß Sportunion KuK, welche in der ersten Partie knapp 1:2 verloren hat. Schon nach einigen Minuten sollte sich herausstellen, dass sich die Gegner aus Stattegg und Umgebung mit einem Unentschieden zufrieden gaben. Anders konnte man die extrem defensive Spielweise nicht erklären. Wir hatten zwar ein Übergewicht im Mittelfeld und spielten relativ sicher aus unserer Abwehr heraus, jedoch war immer am Strafraum der sicher stehenden Abwehr Schluss. Da das Spiel also schon früh auf eine typische Nullnummer hinauslief, brachte Schiri Vorauer (einigen sicherlich noch bekannt als der Schiedsrichter der legendären Patizan Disqualifikation vor 4 Jahren im Stammtischcup) ein wenig Würze ins Spiel. Vom Mittelkreis stehend, mit einem Bewegungsradius von 0.63 m überblickte er das gesamte Spielfeld und gab ein paar äußerst fragwürdige Entscheidungen. Auch unsere Aufforderungen, „er solle sich gefälligst mal vom Mittelkreis wegbewegen“ trugen keine Früchte. Den Gipfel der Unverschämtheit stellte ein klares Stürmerfoul eines KuK Stürmers an Hirschi dar, welches von Fifa-Referee Vorauer wiedermal kläglich übersehen wurde. Plötzlich standen die bis dahin großteils harmlosen Gegner alleine vor unserem Goalie Flo und hatten den entscheidenden Treffer vor den Beinen. Zum Glück für uns verzog er seinen Schuss und es blieb bis zum Spielende beim 0:0. Nach dem Spiel wurde noch mit den Gegnern über die Schiri Entscheidungen diskutiert. Die Meinungen dazu waren einstimmig und der Stürmer entschuldigte sich auch noch bei Hirschi für das Foul und meinte mit einem kleinen Augenzwinkern er habe den Ball Fairerweise mutwillig vorbeigeschossen. Wollen wir es ihm glauben und schenken ihm hiermit den offiziellen Patizan Fair-Play Preis. Eine Nacht mit Robert Stecher in einem 2 Sterne Hotel in Passail.

Der dritte Gegner waren die bis dahin souverän aufspielenden und ungeschlagenen FC Beskardes, eine Grazer türkischstämmige Truppe. Uns war klar, dass dies eine sehr schwere Partie werden würde und wir gaben als Ziel ein Remis aus. Nach 12 Minuten mussten wir leider das 0:1 hinnehmen und unsere Abwehr war damit nach etwa 90 Minuten Torsperre das erste Mal bezwungen. Trotz der Feldüberlegenheit der technisch eindeutig stärkeren Gegner hatten wir auch unsere Möglichkeiten zum Ausgleich, jedoch blieb uns vorerst ein Tor leider verwehrt. Kurz nach der Halbzeit scheiterten wir erneut mit einer guten Möglichkeit und fingen uns ein dummes 0:2 aus dem daraus folgenden Konter ein. Allerdings war unser Wille noch nicht ganz gebrochen und Sumo konnte sein Torkonto aufstocken und verkürzte auf 1:2. Ein kurzes Auflodern von Hoffnung war zu spüren, jedoch wurde diese Hoffnung durch einen Elfmeter und dem 1:3 einige Momente später zunichte gemacht. Dieser Treffer gab uns in diesem Spiel den Todesstoß und wir konzentrierten uns in den letzten 10 Minuten nur noch darauf, nicht in ein Debakel zu schlittern, denn der Gegner hatte weitere hochkarätige Chancen und einige unserer Spieler mussten dem Tempo, der hohen Temperaturen und der spärlich vorhandenen Kondition Tribut zollen. Dunki hatte sich bei einem unglücklichen Zusammenstoß mit dem gegnerischen Torwart noch ein wenig am Kopf verletzt, konnte aber beim letzten Spiel glücklicherweise wieder eingesetzt werden. Es blieb beim 1:3 und damit erwartete uns im 4ten und letzten Spiel ein Endspiel gegen Cafe Mühle um den Aufstieg ins Finale.

Passenderweise hatten wir nun das erste Mal an diesem Tag 2 Spiele Pause und somit viel Zeit zu regenerieren. Große Sorgen bereiteten uns jedoch die Abgänge von Wolfi und Kundi, die bis dahin tadellose Leistungen abgeliefert hatten. Somit wurde Clemens kurzfristig ein Trikot in die Hand gedrückt, da zuvor schon Hiasi und Ös uns nach dem 2ten Spiel Richtung Heimat verließen und der Spielerfundus somit immer kleiner wurde.

Vor dem Spiel war klar, dass uns bereits ein Unentschieden zum Aufstieg in die Finalrunde reichen würde, doch war vielen von uns noch die bittere Niederlage in der Vorrunde im entscheidenden Spiel gegen SG Lang in Erinnerung geblieben. Den sicher geglaubten Aufstieg wollten wir uns kein zweites Mal aus der Hand nehmen lassen. Daher gab es nur eine Devise für dieses abschließende Spiel: Angriff! Der alte Trainerfuchs Stecher stellte die Abwehr um, schickte Libero Kurac als Speerspitze an die Front und beförderte Hirschi auf den vakanten Liberoposten. In den ersten Minuten schien dieses erneute Glanzlicht taktischer Finesse sofort Früchte zu tragen. Rollende Angriffe überkamen die Spieler von Kaffee Mühle und drängten sie in die Defensive. Tor wollte uns jedoch keines gelingen. Sumo, Kurac und auch Dunki scheiterten mit jeweils hochkarätigen Chancen. Minuten später nahm sich Vorstopper Hudson ein Herz und schaltete sich in den Angriff mit ein. Nach Doppelpass stand er vor dem Tor und krönte seine sehr starke Leistung an diesem Tag mit dem mehr als verdienten 1:0. Damit war die Gegenwehr endlich gebrochen und die Beine unserer Gegner wurden sichtlich schwer, ob der harten und Kräfte raubenden Matches im Laufe des Tages. Zur Pause konnten wir bereits einen beruhigenden 3:0 Vorsprung dank Tore von Sumo und Habsch herausspielen und stießen somit die Tür ins Finale weit auf. Das 4:0 besorgte Dunki per Kopf und auch Neo-Stürmer Kurac durfte nach einigen vergebenen „Sitzern“ endlich über das 5:0 und sein erstes Tor jubeln. In der letzten Minute setzte Triebi noch einen Eckball direkt ins Netz und sorgte somit für das i-Tüpfelchen eines nahezu vollständig zufrieden stellenden Tages. 6:0 und damit Gruppenzweiter hinter FC Beskardes. Einer der größten Erfolge der jungen Vereinsgeschichte war vollbracht: Wir spielen aus etwa 140 teilnehmenden Mannschaften der gesamten Steiermark unter den letzten und besten 12 mit. Beim anschließenden Sieges-Dinner im Predingerhof wurde noch gemütlich zusammengesessen und über das Erreichte berichtet.

Ein weiteres Zeichen wie sehr sich jeder der Beteiligten an diesem Tag ausgepowert hatte war, dass nahezu die komplette Mannschaft trotz eines samstagabends bereits völlig erschöpft früh in Richtung Bett aufbrach.

Schöttel des Tages wurde klarerweise Schiedsrichter Vorauer, der uns dank zahlreicher Fehlentscheidungen beinahe eine Niederlage gegen Sportunion KuK beschert hätte.

Ein ganz besonderes Dankeschön gilt unserem Mittelfeldmotor Mario Lang, der uns abermals kurzfristig aushalf und seine Fitness und Kondition als Kilometerfresser und Spielmacher im Mittelfeld toll unter Beweis stellte. Danke Mario.

Das nächste Kapitel der erfolgreichen Stammtischcup 2007 Geschichte wird am Samstag dem 23. Juni wieder im Edi Glieder Stadion von St. Margarethen geschrieben.

Autor: Hirschi